News: Januar 2010

2009: Ein arbeitsreiches Jahr...

Eigentlich können wir derzeit nahtlos an den Bericht vom letzten Winter anknüpfen, denn es ist Januar und wir haben erneut Bilderbuch-Winterwetter. Ganz so viel Schnee wie letztes Jahr liegt zwar noch nicht, aber dafür hatten wir weisse Weihnachten und seitdem ist es richtig kalt. Die Temperaturen liegen in Oslo derzeit durchgängig unter -15° C, mit Nachtwerten bis -20° C. Das führte dann nach Weihnachten dazu daß in sämtlichen Sportgeschäften das "grüne" Skiwachs (für besonders tiefe Temperaturen) ausverkauft war, denn damit hatte niemand gerechnet.

Das Jahr 2009 liegt hinter uns und inzwischen sind wir wohl richtig hier in Oslo angekommen. Silvia hat sich an der Uni sehr gut eingelebt und arbeitet dort mittlerweile auch in der Lehre. Und Stefan hat seine Arbeit am Projekt "IMAGES" in Bremen beendet und arbeitet jetzt bei einem norwegischen Unternehmen, das Meeresbodenerkundungen mittels Seismik und Sonar für die Öl- und Kabelindustrie sowie für Zwecke des Umweltschutzes durchführt.

Dazu gehörten im Herbst auch eine Reihe von Feldeinsätzen mit dem "GeoMiniScanner", unter anderem auf einem Wasserreservoir westlich von Stavanger. Unnötig zu erwähnen dass solche Einsätze, so anstrengend sie auch sind, jede Menge Spass machen. Insbesondere die Forellen im Stausee hatten es Stefan nach Feierabend sehr angetan. Seinem Kollegen übrigens auch, zumindest als sie später aus der Pfanne kamen.

Silvias Schwester Sigrid und Familie verbrachten den Sommerurlaub 2009 in Norwegen. Die drei hatten eine Ferienhütte in Eikerapen gemietet und sich dort zwei Wochen häuslich niedergelassen. Natürlich haben wir die drei nebst Hund dort gern besucht. Da stiessen wir dann auch gleich an die Grenzen unserer noch bescheidenen norwegischen Sprachkenntnisse, denn Eikerapen liegt in Vest-Agder und dort spricht man "Nynorsk", nicht wie in Oslo "Bokmal". Irgendwie sind wir dann aber doch klar gekommen, obwohl die Besitzerin des Hüttenparks darauf bestand, mit uns weder Deutsch noch Englisch zu reden ("Du bor i Oslo? Da skal vi snakke Norsk!!").

Die Umgebung von Eikerapen ist wunderschön Ganz in der Nähe befindet sich eine bekannte Mineralienfundstätte, der "Evje Mineralsti". Ehrensache daß wir (immerhin 3 studierte und eine abgebrochene Geologen) da mal reinschauen mussten. Weitere Bilder vom Urlaub finden sich in der Gallerie.

Das norwegische Arbeitsrecht kennt im ersten Arbeitsjahr keinen bezahlten Urlaub, den muß man quasi erst ansparen. Diese Regel traf in diesem Jahr besonders Stefan, daher haben wir selbst kaum richtig Zeit gehabt, unsere Hobbys zu pflegen. Insbesondere die Segelfliegerei, die zusätzlich noch unter sehr bescheidenem Sommerwetter litt, kam dabei fast zu kurz. Zu einigen schönen Flügen hat es dennoch gereicht. Auf Überlandflugwetter in Notodden wartet Stefan aber immer noch.